Fight Club | 8*
Der namenlose Protagonist arbeitet für einen US-amerikanischen Autohersteller als Rückrufkoordinator und führt ein nach außen unauffälliges Leben. Er verabscheut seinen Beruf und leidet an Schlaflosigkeit. Um diese zu lindern, nimmt er an Selbsthilfegruppen für chronisch Kranke teil, indem er vorgibt, selbst unheilbar krank zu sein. Die Anteilnahme der Gruppenmitglieder bewirkt kurzzeitig, dass die Schlaflosigkeit des Protagonisten verschwindet. Er lernt dort jedoch Marla Singer kennen, eine Simulantin, die ebenfalls unrechtmäßig an Selbsthilfegruppen teilnimmt, woraufhin er sich unbehaglich fühlt und wieder nicht schlafen kann.
Sein Leben verändert sich, als er im Flugzeug auf Tyler Durden, einen dubiosen Seifenhändler, trifft. Nachdem die Eigentumswohnung des Protagonisten bei einer Explosion zerstört worden ist, wendet er sich an Tyler, um eine Schlafgelegenheit zu erhalten. Dazu soll er als Gegenleistung Tyler schlagen. Daraus resultiert eine freundschaftliche Prügelei. Der Protagonist zieht dauerhaft bei Tyler ein, der ein heruntergekommenes Haus bewohnt.
Nach weiteren Kämpfen in der Öffentlichkeit schließen sich ihnen andere Männer an, die mit ihrem Leben unzufrieden sind. Tyler und der Protagonist gründen daraufhin den Fight Club. Die Männer treffen sich regelmäßig im Keller einer Bar, wo sie miteinander kämpfen. Diese Art von Geheimloge ist für den Protagonisten die neue Form einer Selbsthilfegruppe. Eines Tages ruft Marla bei ihm an, die zu viele Schlaftabletten geschluckt hat und ihn um Hilfe bittet. Der Protagonist ignoriert sie, doch kümmert sich Tyler um Marla, woraufhin die beiden eine Affäre beginnen. Der Protagonist hingegen kann verhindern, fristlos von seiner Firma entlassen zu werden, indem er sich im Büro seines Vorgesetzten selbst verprügelt und seinem Chef die Schuld hieran gibt, woraufhin er als „freiberuflicher Berater“ eingestellt wird.
Tyler gründet ohne das Wissen seines Mitbewohners nun das Projekt Chaos (Project Mayhem), wofür er Gleichgesinnte rekrutiert, die alle gemeinsam in seinem Haus wohnen. Daraus entwickelt sich eine strikt durchorganisierte Armee, die Angriffe auf die öffentliche Ordnung ausführt. Der Protagonist bemerkt, dass er die Kontrolle über Tyler und dessen Pläne verloren hat. Nachdem Tyler plötzlich verschwunden ist, begibt sich der Protagonist auf dessen Spur. Er erfährt, dass Tyler landesweit weitere Fight Clubs gegründet hat, um die herrschende Ordnung umzustürzen.
Der Protagonist begreift schließlich, dass er an einer Dissoziativen Identitätsstörung leidet: Er selbst ist Tyler Durden, der als eigenständige Person nur in seiner Vorstellung existiert, die all das ist und tut, was er nie sein oder tun konnte. Als Tyler hat er einen Plan in Bewegung gebracht, den der Protagonist nun aufzuhalten versucht: Die Zentralen aller Kreditkartenunternehmen sollen in die Luft gesprengt werden, um das Finanzwesen kollabieren zu lassen und jeden Menschen noch einmal „von Null“ (Ground Zero) anfangen zu lassen. Tyler hat für den Fall vorgesorgt, dass sich sein „Ich“ gegen ihn wenden könnte, so dass sich die Angehörigen des Projekt Chaos nun gegen diesen stellen und er nur knapp entkommen kann.
In einem Wolkenkratzer kommt es zum Endkampf zwischen dem Protagonisten und seinem anderen „Ich“, Tyler Durden - wie zuvor verprügelt sich der Protagonist also faktisch selbst, wobei seine Tyler-Seite zunächst die Oberhand behält. Der Protagonist schießt sich schließlich selbst in den Mund, um sich und damit auch Tyler zu töten. Während Tyler verschwindet, überlebt der Protagonist aber schwer verletzt. Tylers Werk kann jedoch nicht mehr aufgehalten werden. Gemeinsam mit Marla, die von den Mitgliedern des Fight Club zum Wolkenkratzer gebracht worden ist, betrachtet der Protagonist die Zerstörung der Finanzgebäude.